Page Visibility API missbrauchen, um Besucher zu fesseln

Die Page Visibility API lässt uns wissen, ob das aktuelle Dokument gerade sichtbar ist, oder eben nicht. Seitdem es Tabs gibt, gehört es zum normalen Surfverhalten der User, diverse Seiten im Hintergrund geöffnet zu haben: Seiten, auf die sie gleich noch einmal zugreifen wollen. Das könnten zum Beispiel Mail(web)clients, Newsportale, Social Networks oder Suchergebnisse sein – und damit natürlich auch die Suchmaschine, falls man nichts findet.

Das Event visibilitychange Event tritt auf, wenn der User in einen anderen Tab wechselt oder den Browser minimiert und umgekehrt. Das Event lässt sich natürlich abfangen um eigene Aktionen durchzuführen.

Praktisches Beispiele

Auf deiner Seite wird ein Video abgespielt. Natürlich möchtest du nicht, dass der User das beste aus Versehen verpasst! Also stoppst du das Video, wenn du das Event visibilitychange bemerkst.

Downloadportale zählen am Anfang oft einen Countdown herunter. Der Seitenbetreiber will natürlich nicht, dass der User in der Zeit auf einer anderen Seite surft. Also stoppt er den Counter.

Vor kurzem wurde auf Youtube angekündigt, dass die „watched time“ als Rankingfaktor für Videos hinzugezogen wird. Wenn die Seite allerdings im Hintergrund läuft, kann man das wohl kaum als angesehene Zeit auffassen. Youtube arbeitet auch schon fleißig mit diesem Event, wenn auch nicht zu diesem Zweck – zumindest habe nichts finden können, was dafür spräche!

Vorteile der Page Visibility API

Die API bringt eine verbesserte Userexperience und schafft darüber hinaus noch die Möglichkeit, unnötige Aufgaben nicht durchzuführen, sofern die Seite nicht aktiv ist.

API missbrauchen

Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Das „ewig zu binden“ wollen wir uns mal genauer ansehen. Wäre es nicht super, wenn der User auf meiner Seite bleiben muss, bis etwas bestimmtes passiert ist? Oder wenn ich ihm beim „verlassen/vergessen“ noch auf etwas hinweisen könnte?

Das Beispiel kann man sich auch Live ansehen, wenn man das Fiddle öffnet: http://jsfiddle.net/uRBtT/
Ich verlinke es mal nicht direkt, da es z.B. bei Chromium einen Absturz verursacht 😉

Und weil es sicherlich irgendwann gefixt ist, hier noch ein kleines Video an die Nachwelt:

And what happens with YOUR browser?

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