Freiheit statt Angst 2010 in Berlin

Die Demonstration „Freiheit statt Angst“ wird auch dieses Jahr wieder stattfinden, und wie immer macht sie dies am Worldwide Action Day, welcher diesmal der 11. September sein wird. Meiner Meinung nach ein sehr ironisches Datum für die hoffentlich große Demonstration, ist es doch der 9. Jahrestag eines tragischen Ereignisses welches uns diesen ganzen Überwachungswahn erst eingebrockt hat.

Einige haben sicherlich schon durch netzpolitik.org oder andere Blogs von der Aktion mitbekommen, aber wenn es nur einen einzigen gibt, der es auf diesem Blog erfährt, dann hat sich das Schreiben schon gelohnt. Markus hat in besagtem Artikel darum gebeten, für die Demonstration zu werben. Da ich dies sowieso wollte, mache ich es am besten jetzt gleich.

Vielleicht fange ich erst einmal damit an, wie ich die vorherigen Veranstaltungen empfunden habe: 2007 war alles neu und ich war noch relativ jung. Es war heiß und anstrengend. Und ca. einen Kilometer vor dem Versammlungspunkt zur Schlussrede gab es einige unschöne Auseinandersetzungen zwischen Idioten aus dem schwarzen Block und der Polizei. Ich weiß nicht, wer es provoziert hat, deshalb möchte ich der Damen und Herren der Polizei nur anstandshalber keinen Idiotismus unterstellen. Den schwarz angezogenen jedoch muss man die Hitzköpfigkeit übel nehmen.

Anders war es 2009 (2008 konnte ich wegen eines Termins leider nicht teilnehmen), hier lag die Schuld eindeutig bei den Einsatzkräften. Das Video, in dem ein älterer Mann von diesen scheinbar grundlos verprügelt wird, kursierte ja damals auch breit durch die Blogosphäre. Außerdem waren 2009 deutlich mehr Parteiflaggen zu sehen und die ganze Veranstaltung schien eher eine große Werbetrommel zu sein, als dass hier aufs Thema geachtet wurde. Auch war die Teilnehmerschaft bedeutend jünger, was wohl auf die Piratenpartei zurückzuführen ist. Nicht, dass ich es schlecht finde, dass diese sich für sinnvolle Themen einsetzt, jedoch kam es mir teilweise so vor, als ob die Teilnehmer selbst noch nicht viel Ahnung vom Thema hatten. Egal, die haben sich bis zum 11. September hoffentlich weiterentwickelt. Das waren jetzt zwar nur negative Eindrücke, aber abgesehen davon, dass ich das Wetter angenehmer empfand, waren dies auch nur kleine Störfaktoren. Die Demo an sich war super, man hat viele Berliner aufmerksam gemacht und die Reden waren auch vernünftig.

Und 2010 wird es natürlich noch besser. Zum einen, weil der Hype um die Piraten aufgrund mangelnder Aufreißerthemen etwas zurückgegangen ist, zum anderen, weil das Thema „Zensur und Überwachung“ langsam erwachsener geworden ist. Ich hoffe jedoch, dass dies nicht nur mein persönlicher Eindruck ist. Außerdem gehe ich davon aus, dass der Polizei nach der Diskrepanz von 2009 recht strengen Auflagen unterliegen wird. Außerdem wurde versprochen, dass die Polizisten zur besseren Wiedererkennung mit eindeutigen Nummern gekennzeichnet werden. Leider wurde davon meines Wissens noch nichts umgesetzt. Jetzt ist es wohl an der Zeit, mal etwas Praktisches zu erfahren.

Here we go:

Start der Demonstartion ist um 13:00 am Potsdamer Platz. Die Demostrecke steht noch nicht fest, ihr werdet dazu aber sicherlich bald Infos im dazugehörigen wiki finden.

Lesenswert um auf dem aktuellen Stand zu bleiben ist natürlich auch der Freiheit statt Angst Blog.

Man kann bei foebud kostenloses Material bestellen, es verteilen und damit werben. Man kann auch spenden, um die Demonstration zu refinanzieren.

Wichtig für die Freiheit statt Angst sind momentan 3 Dinge: Werbung, konkrete Hilfe sowie Spenden. Aus Zeitgründen möchte ich bei der Organisation nicht helfen. Mit Werbung und einer kleinen Spende dürfen die Veranstalter aber rechnen. Und ich hoffe, dass ihr zumindest bei der Werbung mithelft und selber kommt.

Ich würde mich freuen, wenn mich jemand von euch vorher anspricht. Dann können wir dort gerne ein wenig quatschen.

Patrick

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